Neue Schritte gehen
Die ersten Schritte im neuen Jahr sind gegangen und einige Wege liegen bereits hinter uns. Hildegard von Bingen empfahl: „Wisse die Wege, erkenne deinen eigenen Weg durch die Welt zu Gott hin.“
Mich erinnern diese Worte an die biblische Geschichte von Matthäus im 2. Kapitel, Vers 1 und folgende. „Siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Orient nach Jerusalem.“ Die Sternkundigen hatten nicht nur offene Augen und wache Sinne im Blick auf das Geschehen am Himmel, sondern sie erkannten das Zeichen der Zeit ein neuer König ist geboren. Die Reise in ein unbekanntes Land, die Strapazen und Unwägbarkeiten unterwegs hielten sie nicht zurück. Koste es, was es wolle, sie brachen auf, in der Hoffnung den König zu nden und ihn anzubeten. Nicht immer war der Weg eindeutig und der Leitstern klar erkennbar, da fragten die Weisen, wo der neugeborene König zu nden ist. Sie bekommen Antwort und gelangen an ihr Ziel. Ihre tiefste Sehnsucht wurde gestillt, als sie das Kind gefunden hatten und ihm die Ehre gaben. Ihre Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe waren Ausdruck echter Dankbarkeit. Sie hätten das nicht erlebt, wenn sie nicht losgegangen wären.

Lassen wir uns doch durch die Sterndeuter einladen und ermutigen, im Vertrauen auf Gott das neue Jahr zu erobern. Indem wir Gott bitten um innere und äußere Wachheit, die Zeichen unserer Zeit zu erkennen. Herausforderungen und Anstrengungen nicht zu scheuen, sondern mit Ausdauer und Durchhaltevermögen auf dem Weg des Glaubens bleiben. Und wenn wir nicht mehr weiterwissen? Dann ist fragen eine echte Hilfe. Gott hat jederzeit für uns ein offenes Ohr sowie ein Herz voller Liebe und oft stellt er Menschen an unsere Seite, die für uns beten, die uns begleiten und in ihrem Reden richtungsweisend sind. Auf dem Weg durch das Jahr 2026 hält Gott für uns manchen Segen bereit.
So wünsche ich Ihnen Mut und Zuversicht,
ihn zu suchen und zu entdecken.
Ihre Schwester Kerstin Malycha
OBERIN

